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Mittwoch, September 8, 2010
 

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15. September 1835: Charles Darwin erreicht an Bord der „HMS Beagle“ die Galapagosinseln


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15. September 1835: Charles Darwin erreicht an Bord der „HMS Beagle“ die Galapagosinseln

 September 15, 1835: Charles Darwin arrives to Galapagos on board the HMS Beagle
Die Galapagosinseln und ihre Naturgeschichte gehören untrennbar zusammen, dennoch wurde diese Wunderwelt erst durch Charles Darwins Berichte und der 1859 veröffentlichten Theorie über den Ursprung der Arten in ihrer Bedeutung und Einzigartigkeit erkannt. Dieses bemerkenswerte Buch beanspruchte noch viele Jahre Zeit, bis es nach Darwins Galapagos-Aufenthalt in Druck ging – und für ihn war es alles andere als bequem. Darwin hatte weder eine Vorstellung davon, wie einflußreich die Inseln auf seine späteren Schlußfolgerungen sein würden, noch davon, welche Bedeutung er ihnen damit zuweisen würde.

Doch halten wir einen Moment inne und kehren zum 15. September 1835 zurück: Nach der langen Schiffsreise von Callao in Peru bis hoch zu den Galapagosinseln, erreichte die „HMS Beagle“ den Archipel mit dem jungen Charles Darwin (er war gerade erst 26 Jahre alt). Auch wenn bis heute Viele glauben, er sei der offizielle Naturforscher an Bord gewesen, war er aus anderen Gründen auf dieser Reise dabei. Er sollte Kapitän Robert Fitzroy Gesellschaft leisten und eine zusätzliche Hilfe sein. Natürlich setzten seine Passion für die Natur und seine Entschlossenheit, alles Unerklärliche infrage zu stellen, etwas in der Geschichte Beispielloses in Gang. Er wandte bei seinen Beobachtungen dieselbe Sorgfalt an, mit der er später, zurück in England, seine Notizen, Schriften und Sammlungen von der Reise mit der Beagle auswertete. Es war zudem eine Hilfe, daß zeitgenössische Kollegen und Gelehrte zusätzliche Anhaltspunkte für eine Theorie lieferten, die die Ansichten der Menschheit für immer verändern würde.

Während seiner Zeit an Bord der Beagle führte er sein Forschungstagebuch ziemlich regelmäßig. Und so findet sich auch ein Eintrag von exakt dem Tag, an dem er auf den Galapagosinseln eintraf:  

15. September 1835: Dieser Archipel besteht aus zehn größeren Inseln, von denen fünf die anderen an Größe übertreffen. Sie liegen unterhalb des Äquators und zwischen fünf- und sechshundert Meilen westlich von Amerikas Küste. Sie sind alle aus vulkanischem Gestein aufgebaut; die wenigen, von der Hitze seltsam glasierten und verformten Granitbruchstücke, können schwerlich als Ausnahme betrachtet werden. Einige der Krater, die die größeren Inseln überragen, sind von gewaltiger Größe und erreichen Höhen zwischen drei- und viertausend Fuß. Ihre Flanken sind mit unzähligen kleineren Öffnungen übersät. Ich zögere kaum zu behaupten, daß es im ganzen Archipel wenigstens zweitausend Krater geben muß. Sie setzen sich entweder aus Lava und Schlacken oder aus feinem, geschichtetem, sandsteinähnlichem Tuff zusammen. Die Mehrzahl letzterer sind schön symmetrisch; sie verdanken ihre Entstehung vulkanischen Schlammeruptionen ohne jede Lava: es ist ein bemerkenswerter Umstand, daß bei jedem der achtundzwanzig untersuchten Tuffsteinkrater die Südseite erheblich niedriger als die anderen Seiten bzw. ziemlich zerstört und abgetragen war. Da alle diese Krater anscheinend untermeerisch entstanden sind, und die Wellen des Passatwinds und die Dünung des offenen Pazifiks hier ihre Kräfte an den Südküsten aller Inseln vereinen, ist die eigentümliche Gleichförmigkeit zerstörter, aus weichem, nachgiebigem Tuff bestehender Krater leicht erklärt.

Wenn man bedenkt, daß diese Inseln direkt am Äquator liegen, ist das Klima weit davon entfernt, übermäßig heiß zu sein; dies scheint hauptsächlich an der einzigartig niedrigen Temperatur der umliegenden Gewässer zu liegen, hierher geführt vom großen südlichen Polarstrom. Ausgenommen während einer kurzen Saison, fiel nur sehr wenig Regen, und selbst dann fällt er unregelmäßig; doch die Wolken hängen für gewöhnlich niedrig. So kommt es, daß, während die tiefer gelegenen Teile der Inseln sehr unfruchtbar sind, Höhenlagen von tausend Fuß und höher ein feuchtes Klima und einigermaßen üppige Vegetation aufweisen. Dies ist insbesondere der Fall auf den dem Wind zugewandten Seiten der Inseln, die die Feuchtigkeit der Atmosphäre zuerst als Niederschlag erhalten.  

Es ist ziemlich offensichtlich, daß Darwin anfangs erschütterten: die beeindruckende Geologie der Inseln und ihr für die Tropen ungewöhnliches Wetter. In seinen nachträglichen Darstellungen war er von seinen Naturbeschreibungen und Inselerkundungen sogar noch tiefer bewegt. Charles Darwin ist der wirkliche Entdecker des wahren Werts der Galapagosinseln. Feiern Sie mit uns den 172. Jahrestag seines Galapagos-Aufenthalts.

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