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Sonntag, September 5, 2010
 

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Tagua oder „pflanzliches Elfenbein“


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Tagua oder „pflanzliches Elfenbein“

Pflanzliches Elfenbein, lokal auch als „corozo“ bekannt, ist eine Bezeichnung für die Taguanuß aus den Regenwäldern Südamerikas. Sie wächst auf einer 5 bis 6 Meter hoch werdenden Palmenart mit dem wissenschaftlichen Namen Phytelephas accuatorialis, die sowohl in den tropischen Regenwäldern der Pazifikküste als auch im Amazonastiefland vorkommt. Produkte aus Taguanüssen beleben nicht nur den Kunsthandwerksmarkt, sie sind auch eine Alternative gegen die Abholzung des Regenwalds zur Ackerlandgewinnung.

Die Nüsse werden umweltschonend vom Waldboden aufgesammelt, wenn die Hülse mit den darin befindlichen Früchten reif vom Baum gefallen ist, und ungefähr anderthalb Monate getrocknet. Die steinharten Nüsse sind mit einer braunen, blättrigen Haut überzogen, die vor der weiteren Bearbeitung entfernt werden muß.

Modeschmuck, Halsketten und Ohrringe in allen Variationen, handgefertigte Knöpfe für die feine Garderobe, entzückende Schnitzfiguren, Spielzeuge und andere Souvenirs werden aus der Taguanuß gefertigt und in den Läden der größeren Städte Ecuadors verkauft.

Erschwinglich und leicht zu verpacken sind Taguanuß-Erzeugnisse ausgesprochen attraktive und ungewöhnliche Geschenke für Jung und Alt.
 
Häufig beläßt man ein kleines Stück der braunen Nuß auf dem ansonsten makellos weiß geschnitzten Stück, damit es beim Zoll zu keiner Verwechslung mit Elefanten-Elfenbein kommt. Karamelfarbene Stücke wurden kurz fritiert, um diesen Effekt zu erhalten, während neuere Schmuck-Kreationen in vielen anderen Farben getönt sind.

Einkaufen in Ecuador ist ein echter Geheimtip – und in Sachen Kunsthandwerk in hoher Qualität zu vernünftigen Preisen gilt das Land als Nonplusultra. 

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