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Sonntag, September 5, 2010
 

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Geschichte der Galapagos-Inseln


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Geschichte der Galapagos-Inseln
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Geschichte

DIE GALÁPAGOS-INSELN

Vor rund fünf Millionen Jahren (plus/minus eine Million) stiegen die Inseln in Folge gewaltiger vulkanischer Aktivität aus dem Pazifischen Ozean empor. In geologischen Zeitbegriffen war das gestern.

Langsam kühlte die Oberfläche der Inseln ab, bis schließlich, rund zwei Millionen Jahre später, erste Organismen auf dem jungen Archipel nach und nach Fuß fassten. Sie wurden hierher "verfrachtet", angetrieben auf Flößen weggeschwemmter Vegetation, nach Unwettern in Mittel- und Südamerika.

Die frühen Einwanderer mussten sich einem ganz besonderen Umfeld anpassen und entwickelten sich - über lange Zeiträume - in anderer Weise als ihre kontinentalen Ahnen. So entstanden eigenständige Arten, die es nur hier gibt. 

Darwin war es, der in seinem Buch "On The Origin Of The Species" von Galápagos als "lebendigem Laboratorium" sprach und feststellte, daß die Arten eben nicht unveränderlich seien. Davon kann man sich bis heute nirgendwo anders so beeindruckend überzeugen lassen wie im Evolutions-Garten-Eden der Galápagos-Inseln selbst!.

ENTDECKUNGSGESCHICHTE

Als erster Mensch sah Tomás de Berlanga, spanischer Bischof auf Missionsreise, im Februar 1535 die Inseln. In einer Flaute trieb das Schiff mit dem Panamastrom südwestwärts, und er hatte nicht mehr zu berichten, als das es da eine Inselwelt gäbe, die keine besonderen Reize habe. "Die Vögel sind so dumm", schrieb er an Kaiser Karl V., "daß sie nicht einmal wissen, wie man flieht". Mit der ersten Brise segelte die bischöfliche Flotte zurück zum Kontinent. Man erstattete Spanien Kunde von den Inseln, machte aber nach Berlangas sprödem Bericht keinerlei Versuch sie zu besiedeln. 

ISOLIERT UND ABGELEGEN

Gelegentlich werden die Galápagos-Inseln unsichtbar, wirken selbst aus kurzer Distanz wie ein Trugbild, besonders im dichten Schleier der Morgenstunden. Hauptursache sind die für tropische Verhältnisse recht kühlen Gewässer um Galápagos. Die wärmere Luft kondensiert zu feinem Dunst (garúa). Und so verhüllt Frühnebel die Sicht auf das, was voraus liegt. So kamen die Inseln übrigens zu ihrem zweiten Namen, Las Encantadas  - "die Verzauberten"; Inseln, die plötzlich aus dem Nebel auftauchen, um bald darauf wieder hinter Nebelschleiern zu verschwinden.

1570 zirkulierte in der Karibik eine Karte flämischer Herkunft, die die "Spanische Neue Welt" abbildete, darauf erstmals die geheimnisumwitterten Inseln mit dem prosaischen Namen "Islas de los Galápagos" (Inseln der Riesenschildkröten). Einmal in der Hand von Freibeutern, wurde diese Karte dazu missbraucht, fortan ungestört im Pazifik auf Piratenkurs zu gehen. Im 17. und auch noch im 18.Jh. waren die Galápagos-Inseln ihre bevorzugten Flucht- und Ausgangspunkte, ihre Werft und Proviantstation - Riesenschildkröten ließen ihr Leben zu Tausenden. Irgendwann kehrten sie dann aber doch in die ergiebigeren Beutegründe der Karibik zurück.

Ende des 18.Jhs. begann das Zeitalter der Walfänger. Der Archipel wurde zum Zentrum ihrer Fangfahrten, bis auch sie wieder abzogen - es war zu kostspielig geworden, nach den wenigen verbliebenen Tieren zu jagen. Allerdings hinterließen die Walfänger als erste schwere Schäden auf den Inseln. Nicht nur, weil auch sie die Riesenschildkröten zu Tausenden als Proviant abschlachteten,
sondern Haustiere auf den Inseln aussetzten. Diese Ereignisse führten zu der heutigen, rigiden Schutzpolitik auf Galápagos.

Alles in allem wollte kein Land so recht etwas mit den Inseln anfangen - bis 1832. Am 12. Februar desselben Jahres erreichte der ecuadorianische Colonel Ignacio Hernandez, mit einem Auftrag Generals José de Villamil in der Tasche, die Inseln und hisste die Nationalfahne auf Floreana. Damit nahm er  im Namen seiner Regierung eine Inselgruppe in Besitz, die er offiziell Las Islas Galápagos nennen sollte. Rund 60 Jahre später, 1892, erhielten dann die meisten Inseln auch ihre spanischen Namen - alle beziehen sich auf die Entdeckung Amerikas.
 

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